SZ-Kosmos | Jahresrückblick 2016
16422
page,page-id-16422,page-template,page-template-full_width,page-template-full_width-php,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-9.2,wpb-js-composer js-comp-ver-4.11.2.1,vc_responsive

Themen des Jahres

trump_jarue16

Das Werk eines Spalters

Wie sich Donald Trump die Wut der Bürger auf das Establishment zunutze machte.

panama-paper_jarue16_v3

Geheimes Geld

Wie das Recherche-Großprojekt „Panama Papers“ Licht ins Dunkel der Offshore-Geschäfte brachte.

pokemon_jarue16

Das Spiel des Sommers

Wie lustige Fantasiewesen ein kollektives Jagdfieber provozierten.

frauenaufstand_jarue16

Aufstand der Frauen

Wie die Kölner Silvesternacht eine Debatte über Frauenrechte auslöste.

Für Tablet, Smartphone, PC

SZplus mini flach

Gedruckte Ausgabe

logolang3schwarz

jrb16_cover_hoch

Den Jahresrückblick 2016 gibt es als gedrucktes Heft und als digitale Ausgabe in der Zeitungsapp für Smartphones und Tablets oder im BrowserIn der digitalen Version finden Sie zusätzliche Angebote, zum Beispiel Bilderstrecken, Videos und weitere Texte. Der digitale Rückblick wird gegen Ende des Jahres noch einmal aktualisiert.

Liebe Leserinnen und Leser,

wie gerne würde man wieder einmal auf ein Jahr zurückblicken, das vor allem Gutes gebracht
hat: Frieden, Versöhnung, Fortschritt. Für 2016 lässt sich das leider kaum sagen. Der
apokalyptische Krieg in Syrien nimmt kein Ende, das brutale Eingreifen Russlands hat die Lage
der Menschen dort noch verschlimmert. In der Türkei folgte auf den gescheiterten Staatsstreich
von Teilen des Militärs ein Gegenputsch des autokratischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan.
Die Briten haben die Wünsche ihrer europäischen Freunde nicht erhört und per Referendum den
Brexit beschlossen. Quer durch Europa herrscht Fassungslosigkeit über den Sieg des
populistischen, rassistischen Politrüpels Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen in den
USA. Manche sprechen schon von einer „Krise des Westens“. Der wird von einem Ungeist
heimgesucht, den man längst überwunden geglaubt hatte: dem illiberalen Nationalismus. Es ist,
als habe der große Songwriter Leonard Cohen, als er wenige Wochen vor seinem Tod sein
prophetisch klingendes Album „You want it darker“ veröffentlichte, nicht nur den nahenden
eigenen Abschied gemeint, sondern den Zustand der Welt.

 

In diesem Heft allerdings erklärt der Historiker Heinrich August Winkler, warum er trotz
Trump und Brexit optimistisch bleibt: Wie in den USA seien die Institutionen der freien Welt
viel zu gefestigt, um ernstlich gefährdet zu sein. Zu diesen Institutionen gehört die Presse.
Menschen wie Erdoğan, Trump oder Russlands Präsident Wladimir Putin mögen sie nicht und
versuchen, Journalisten einzuschüchtern und an ihrer Arbeit zu hindern.Und doch hat gerade
2016 bewiesen, wie wichtig unabhängiger Journalismus ist: Rechercheure der Süddeutschen
Zeitung
haben, zusammen mit investigativ arbeitenden Kollegen aus aller Welt, die
„Panama Papers“ ausgewertet. Ein globales Netz illegaler Finanztricks ist auf diese Weise
aufgeflogen, was einmal mehr belegt: Zur Kontrolle der Mächtigen bleibt der
Qualitätsjournalismus unverzichtbar.

 

Das Jahresrückblicks-Magazin der SZ, das nun zum zwölften Mal erscheint, hat daher den
„Panama Papers“ ein eigenes Kapitel gewidmet. Das Heft zeigt zudem, dass 2016 doch mehr
war als nur ein Jahr schwerer Themen: Da sind der ulkige Pokémon- Kult, neue Modetrends,
der Literaturnobelpreis für Bob Dylan, die Fußball-Europameisterschaft und Olympische
Spiele mit großen Momenten. Es gibt einen Ausblick auf (hoffentlich) hilfsbereite Roboter
der Zukunft. In diesem Magazin erinnern wir an das Jahr so, wie es für die Süddeutsche
Zeitung
typisch ist – mit Essays und Analysen, Porträts und Reportagen und vielen
Formen, welche die SZ seit jeher pflegt: Glossen, kleinen Geschichten über Leute,
Streiflichtern. Den Jahresrückblick 2016 gibt es als gedrucktes Heft, außerdem wieder als
digitale Ausgabe in der SZ-App für Smartphones und Tablets sowie auf der Webseite
sz.de/zeitung. In der digitalen Version finden Sie zusätzliche Angebote wie Bilderstrecken,
Videos und weitere Texte; hier wird der Rückblick gegen Ende des Jahres aktualisiert.

 

Ich wünsche Ihnen eine gute, unterhaltsame Lektüre.

 

Wolfgang Krach, Chefredakteur

Ausgabe  für Tablet, Smartphone und PC   SZplus mini flach

Gedruckte Ausgabe